Pressestimmen

Ch. Gounod: Cäcilienmesse/A. Dvorak: Stabat Mater

Kieler Nachrichten, 19.11.2018

"Nach dem Riesenerfolg mit Schumanns 'Faustszenen' beim Schleswig-Holstein Musik Festival setzte der vom Symphonischen Chor Hamburg verstärkte Flensburger Bach-Chor im gut besuchten Deutschen Haus wieder Ausrufungszeichen im Norden: mit einer Rarität von Gounod und Dvoráks 'Stabat Mater'. Geschmeidig begleitet vom Sønderjyllands Symfoniorkester gelang Matthias Janz’ Sängerschar eine enorm charismatische Aufführung von Antonin Dvoráks sehr innig angelegtem Schlüsselwerk. ... Janz wählte durchgehend zügig voran fließende Tempi, ließ den Chor leuchten und betonte so die lichten, positiven Aspekte der Partitur. So wurde das Mitleiden mit der Gottesmutter unter dem Kreuz zum klingend gefeierten Gründungsmythos der Kirche und zur früh spürbaren Verheißung des 'Paradisi gloria'. ..."

Klassik begeistert, 19.11.2018

"Das Konzert beginnt mit der Cäcilienmesse von Charles Gounod. Der Chor singt himmlisch zart 'Kyrie eleison'. 'Kyrie eleison'/ 'Herr erbarme Dich': Jeder aktivere Christ hat das schon unzählige Male gehört. – So schön wie in diesem Konzert erklang es wohl höchst selten! ...  Die Interpretation des Orchesters unter Matthias Janz ist spritzig, frisch und einfach wundervoll! Der Symphonische Chor Hamburg und der Flensburger Bach-Chor, dessen Leiter ebenfalls der wunderbare Matthias Janz ist, artikulieren wie immer perfekt, mit beeindruckender Textverständlichkeit und begeistern mit Lebendigkeit, Inbrunst und Perfektion. ... Das Konzert ist ein Fest! Der Chor singt mal vielstimmig herrlich sanft und dann wieder erschütternd mächtig, meistert scheinbar mühelos Sprünge in Dynamik, Tempo und Atmosphäre. ... Der verdiente Applaus ist gewaltig und ewig lang! Das Publikum jubelt und trampelt wild auf den ehrwürdigen Boden. Stehende Ovationen vom kompletten Saal...."

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R. Schumann: Szenen aus Goethes "Faust"

Flensburger Tageblatt, 21.08.2018

"Tisch, Text, Licht. Mehr braucht Brandauer nicht, um zum mephistolischen Verführer, zum ängstlich klagenden Komponisten, zum leichtzüngigen Dichter zu werden. In der Lübecker Musik- und Kongresshalle geht es aber nicht um die Ein-Mann-Show, sondern um ein großes Gemeinsames. Schumanns Werk, das sich nicht in Rahmen wie Oper, Kantate oder Oratorium einordnen lassen will, braucht viel Personal. Und so hat Matthias Janz seinen Flensburger Bach-Chor, den Symphonischen Chor Hamburg und das Sønderjyllands Symfoniorkester versammelt. Die Vertrautheit ist spürbar und schafft eine Bühnenatmosphäre, in der die meist mit mehreren Partien betrauten Solisten mit reinen, frischen Stimmen glänzen: Christina Gansch etwa ist als anrührendes Gretchen zu erleben, Michael Nagy als Faust, Yorck Felix Speer als Mephisto. ... Der Lübecker Abend ist rund und groß. Und obwohl er drei Stunden währt, vergeht er wie im Flug und lässt inspirierende Kräfte zurück."

Kieler Nachrichten, 21.08.2018

"... die gut 200 vereinigten, ja verschmolzenen Stimmen von Janz' Flensburger Bach-Chor und seinem Symphonischen Chor Hamburg streiften schwerelos durch ihre irdischen und vor allem himmlischen Aufgaben, textverständlich und klangschön."

J. S. Bach: Matthäuspassion BWV 244

Flensburger Tageblatt, 03.04.2018

"Johann Sebastian Bachs mächtige Matthäus-Passion gilt im Kontrast zu seiner Johannes-Passion gemeinhin als das besinnlichere Werk, als reflektierende Betrachtung des eigentlich grausigen Karfreitagsgeschehens. Auffällig, dass Matthias Janz dieser gewaltigen Passionsmusik seit einigen Jahren deutlich dramatischere Impulse beimischt und damit dem bekannten Passionsgeschehen überraschend expressive Stringenz und flackernde Spannungsbögen verleiht. Dies umso mehr, als er am Karfreitag in St. Marien wieder Mirko Ludwig als Evangelisten einsetzen konnte, der mit der unwiderstehlichen Ausdruckskraft seiner bombensicher geführten Tenorstimme zum musikalischen Zentrum des tragischen Passionsgeschehens wurde.
Von so viel Verve und Eindringlichkeit ließ sich auch der hellwache Bach-Chor nebst seiner jubilierenden Jugendfraktion anstecken, der reaktionsschnell und blitzsauber seine geifernden Turbachöre zu musikdramatischen Miniszenen formte, andererseits Bachs dichtverschlungene Polyphonie nebst vertrackten Presto-Fugati präzise und klanglich schlank umsetzte und den Chorälen subtil gestaltete Neutralität verlieh.
„Das können die im Schlaf“, ließ sich jemand in der Stimmpause vernehmen – Resultat jahrelanger, intensivster Stimm- und Probenarbeit, die den Bach-Chor zu diesem Konzertchor von Klasse geformt hat."

Schütz und Bach

Flensburger Tageblatt, 06.02.2018

"Janz ließ das Collegium Vocale des Flensburger Bach-Chors nach Bedarf in unterschiedlichsten Formationen und Aufstellungen musizieren, so dass das Magnificat und die sechs- bis siebenstimmigen Motetten von Schütz trotz kontrapunktisch fundierter Dichte und klangspezifischen Kompaktheit ausgesprochen transparent und durchhörbar daherkamen. Die ihre Position immer wieder verändernden Choristen erzeugten dabei einen strömend-pulsierenden Klang, reagierten auf die ständigen Tempo- und Taktwechsel geschmeidig und präzise, wobei ihnen lediglich bei den textlastigen 'Musikalischen Exequien' die Innenspannung etwas abhanden kam."

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 27.12.2017

"Fünf knackige Paukenschläge – und dann bricht der Bach’sche Weihnachtsjubel los: So auch diesmal in der ausverkauften St. Marien-Kirche, als Matthias Janz und seine erprobten Choristen und Musiker mit den ersten drei Kantaten dieses unverzichtbaren 'Evergreens' die weihnachtlichen Festtage gleichermaßen schwungvoll wie fulminant einläuteten. Dass die diesjährige Aufführung des Weihnachtsoratoriums fast durchgehend die glitzernde Pracht des 'Jauchzet, frohlocket' beibehalten sollte, lag vermutlich schon an der unwiderstehlichen Verve, mit der das brillante Trompetenensemble von André Schoch diesen Bach’schen 'Ohrwurm' vortrug, was wie selbstverständlich vom glänzend aufgelegten Bach-Chor übernommen wurde."

R. Schumann: Szenen aus Goethes Faust

Flensburger Tageblatt, 27.11.2017

"Beeindruckend der differenzierte, zwischen balsamischer Rundung und variantenreicher Prononcierung pendelnder Klang des Bach-Chores, der vom Furcht einflößenden 'Dies irae' bis zur sphärisch-luziden Finalmystik das omnipräsente Rückgrat der strömend-wogenden Musik Schumanns bildete. ... Ein ungemein dichtes Drama voller revolutionären Harmonien – vom ergriffenen Auditorium mit Ovationen voller Bewunderung bedacht."

Flensborg Avis, 27.11.2017

"Der er god grund til, at der står stor respekt omkring Flensborgs ukronede musik-konge, Matthias Janz. Bach-koret, som han har opbygget gennem mange år, synger særdeles veltrimmet. Jeg vil faktisk går så vidt at mene, at der er tale om en særlig klar og veldisciplineret 'Flensborg-klang', Schumanns oratorium kræver stor fleksibilitet af koret. Der er behov for den store, fyldige korklang, men også for det delikate og lyriske med færre stemmer, samt mindre solist-partier af nogle af korsangerne. Bach-koret hat resurserne til det hele. ... Janz og sangere og orkester bevarede niveauet til sidste tone og modtog et langt varmt bifald fra de mange tilhørere."

G. P. Telemann: "Der Schumeister"/G. Kretzschmar: "Der Rattenfänger von Hameln"

Flensburger Tageblatt, 10.10.2017

"... Matthias Janz widmet sich seit Jahren erfolgreich einer intensiven Nachwuchsarbeit in seinem Kinderchor und der Jugendkantorei, was neben der musikalischen Prägung seiner jungen Sänger natürlich auch der ständigen Auffrischung seines Bach-Chores zugute kommt. Jetzt präsentierte er seine Nachwuchssänger im gut besuchten Weißen Saal von Schloss Glücksburg in einem kurzweiligen Konzert mit altersgerechten Kantaten von Günther Kretschmar und Georg Philipp Telemann.
Kretschmar[s] ...  'Rattenfänger von Hameln' fordert von den jungen Sängern zwar keine technischen Vertracktheiten, zwingt aber durch häufige Stimmungswechsel, rhythmische Übergänge und punktgenaue Einsätze zu höchster Konzentration und Intonationssicherheit. Das alles klappte vorzüglich bei erstaunlicher Textverständlichkeit, ausgewogener Klangbalance und unverkennbarer Sangesfreude. ...
Zuvor hatte Telemanns unverwüstliche 'Schulmeister'-Kantate für amüsierte Laune gesorgt. Hier mutierte der Chor in eine wenig begeisterte Schulklasse, während ein mäßig talentierter, dafür selbstverliebter Schulmeister seinen Zöglingen eine schlichte C-Dur-Tonleiter beizubringen versucht. Köstlich, wie die jungen Sänger ihr gelangweiltes Nachsingen plärrend absolvierten, während der gockelhafte Lehrer sich in seinem fragwürdigen pädagogischen Erfolg sonnte. ..."

J. S. Bach: Johannespassion BWV 245

Flensburger Tageblatt, 18.04.2017

"Die traditionellen Passionsaufführungen in St. Marien dürften wohl als musikalische Pflichttermine der Flensburger Bach-Liebhaber gelten. So erlebte man an Karfreitag in der wohlgefüllten St.Marien-Kirche 'turnusmäßig' die Johannes-Passion und war gespannt, welche Akzente Matthias Janz seinen vertrauten Ensembles diesmal entlocken würde.
Im Gegensatz zu einer eher kontemplativen Werksicht aus dem Jahre 2015 entwickelten sich diesmal vorwiegend expressiv anmutende Klangbilder, welche die Brutalität des Passionsgeschehens überdeutlich imaginierten. Da wütete die aufgeputschte Volksseele gegen Recht und Verstand, wenn in den zugespitzten Turbachören Hohn, Hass und Geifer den üblen Kreuzestod Jesu bedenkenlos evozierten. Dass der gewohnt vorzüglich disponierte Bach-Chor neben solch technisch anspruchsvollsten Extrempassagen auch zu warm timbrierten, seelenvollen Ruhepolen fähig war, erwies sich in den unsentimental, aber umso intensiver gestalteten Chorälen, die auch als Nachweis für seine nie nachlassende klangliche Homogenität, treffliche Innenspannung und sorgfältige Textbehandlung standen. ..."

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 06.12.2016

"Diesmal hatte Matthias Janz wieder sein bewährtes, 'modern' besetztes Bach-Ensemble an der Seite seines homogen agierenden Bach-Chores, was in den vielen prächtig besetzten Jubelsätzen einen satten, aber niemals dicken Plenumklang zur Folge hatte. ... Der hellwache Bach-Chor bot dazu einen in sich ruhenden Gegenpol mit seinen klangsatt vorgetragenen Chorälen und den extrovertierten, quicklebendigen Jubelchören, die dem Weihnachtsoratorium den allzeit geschätzten festlichen Glanz verleihen. ... Die lebendige Tradition des Weihnachtsoratoriums – in St.Marien bei Matthias Janz und den Seinen war sie einmal mehr in besten Händen!"

W. A. Mozart: Requiem d-moll KV 626

Flensburger Tageblatt, 08.11.2016

"Mozarts unvollendet gebliebenes Requiem (KV 626) ist wohl die direkteste, ergreifendste und erschütterndste Totenmesse, die wir kennen – auch wenn große Teile von Mozart-Schülern ergänzt oder nachkomponiert wurden. Die jüngste Aufführung in der ausverkauften Marienkirche mit dem Flensburger Bachchor und Sønderjyllands Symfoniorkester unter Matthias Janz unterstrich dies aufs Eindringlichste, denn sie verband dramatische Wucht mit Entrückung, ohne je die schlichte Klarheit der Musiksprache aus den Augen zu verlieren. ... Es waren vor allem die fein ausmusizierten Pianopassagen, mit denen der vorzügliche Bachchor die Faszination religiöser Lyrik subtil nachgestaltete. Für den homogen disponierten Chor schienen technische Bravour nebst federnder Rasanz in den heiklen Fugati spielerische Selbstverständlichkeiten ... Vorzüglich gelangen die zahlreichen Übergänge von abgrundtiefer Düsternis zu konfliktfreiem D-Dur-Jubel im 'Sanctus' und zartesten Lyrismen in fast geflüsterten Pianopassagen."

Flensborg Avis, 08.11.2016

"Flensburger Bach-Chor er ikke noget professionelt kor, men dog et kor på et højt niveau (der er optagelsesprøve), og korets kvaliteter kunne også høres i de mere stille satser som i afslutningen (Agnus Dei). Især i 'Kyrie' benyttede det firestemmige kor pladsen til kunstnerisk udfoldelse. ... Smuk var især lovprisningshymnen Benedictus, der afsluttes med en fuga for fuldt kor. Matthias Janz kender sit kors styrke i forhold til orkestrets akkompagnementsfigurer, og balancen var generelt perfekt. Kor, solister og orkester smeltede sammen, og det var tydeligt, at koret var på hjemmebane, da klapsalven bagefter blev doseret. En dybt engagerede opførelse."

J. Haydn: Die Jahreszeiten

Kieler Nachrichten, 18.07.2016

"Plastisch und textverständlich, ausgewogen in den vier Stimmgruppen präsentierten sich die vereinigten Vokalmassen des Flensburger Bach-Chors und des Symphonischen Chors Hamburg – wendig in den Fugen, duftig in den volksnahen Passagen, gewaltig im 'flammenden' Lob der Gottesmajestät und angemessen panisch im Gewittersturm. Wunderschön geriet auch das allemal schwierige Ausblenden 'zur Ruh' am Ende des Sommers."

Flensburger Tageblatt, 18.07.2016

"Unter der Leitung von Matthias Janz präsentierten sich die Musiker des Elbipolis Barockorchester Hamburg von der Schokoladenseite, genau wie der Flensburger Bach-Chor und der Symphonische Chor Hamburg, die, zum wiederholten Male vom Dirigenten zusammengeführt, mit ihrem nuancierten, perfekt aufeinander abgestimmten Vortrag für Gänsehautmomente sorgten. ... In der Büdelsdorfer Aufführung hochkarätig besetzt, glänzten Johanna Winkler, Maximilian Schmitt (Tenor) und Michael Nagy (Bass) mit ihrem einfühlsamen Wechselgesang aus Rezitativ und Arie. Zu fein nuancierter Orchestrierung sorgten sie im Zusammenspiel mit wohl temperierten, schwungvollen Chorsätzen, die einen zarten Sonnenaufgang genauso atmosphärisch intonierten wie einen wütenden Gewittersturm, für musikalische Sternstunden."

Flensborg Avis, 19.07.2016

"Et kæmpestort, sammensat kor af medlemmer af Flensburger Bach-Chor og Symphonischer Chor Hamburg, tre fremragende solister ..., Elbipolis Barockorchester Hamburg og dirigenten Matthias Janz opførte Haydns populære oratorium med temperament, indlevelse og nærvær - og ikke mindst skøn, afbalanceret lyd. En ekstra ros fortjener sangerne - både solisterne og koret - for deres formidable artikulation, som stort set gjorde det unødvendigt at læse med i programhæftet, hvor hele teksten var trykt. ... Koret, orkestret og de tre solister formåede under den kyndige ledelse af prof. Matthias Janz at frembringe oratoriets mange nuancer på charmerende vis. Samspillet og overgangene mellem recitativer, arier og korstykker fungerede perfekt ... Standing ovations i mange minutter var den velfortjente belønning for de mange medvirkende."

J. S. Bach: Matthäuspassion BWV 244

Flensburger Tageblatt, 29.03.2014

"Falls die Wahrnehmung nicht täuscht, lassen sich bei den alljährlich stattfindenden Bach’schen Passionsaufführungen in St. Marien signifikante Veränderungen in Bezug auf grundsätzliche Werksicht, Interpretationsvarianten und Qualitätsstandards beobachten. Bei der jüngsten Aufführung der Matthäus-Passion durch den Flensburger Bachchor vor ausverkauftem Haus waren diese Entwicklungen in Sachen Optimierung und Zuspitzung kaum zu überhören: Selten konnte man diesen im Prinzip grausigen Justizskandal um die Person Jesu so dramatisch und in seiner Schonungslosigkeit so aktuell berührend erleben, wie es Matthias Janz und seinen Ensembles an diesem Karfreitag gelungen ist. ...
Matthias Janz bediente mit seinem erwartungsgemäß bestens präparierten und homogen besetzten Bach-Chor (inklusive einer hochmotivierten Kinderchorfraktion) souverän das breite stilistische Spektrum dieses gewaltigen Passionsdramas. Da waren einerseits die relativ flüssig und erfreulich unsentimental vorgetragenen Choräle, andererseits die das Geschehen kommentierenden und deshalb emotionsgeladenen großen Chöre voll kontrapunktischer Fülle und komplexer Polyphonie. Dazu die vor Vitalität vibrierenden, mit unerschütterlicher Präzision vortragenen Turbachöre, die im markerschütternden 'Barrabas-Ruf' des geifernden Mobs ihren zum Nachdenken anregenden Höhepunkt fanden. Bachs Oratorienpassion als packendes Musikdrama von zeitloser Aktualität!"

A. Dvorak: Requiem

Flensburger Tageblatt, 16.11.2015

Ergreifende Totenmesse
"Tragische Sinnhaftigkeit: Antonin Dvoraks Requiem als erschütterndes 'Memento mori' im Kontext zu den Anschlägen von Paris! Möglicherweise gerade deshalb geriet die Aufführung dieser hochromantischen Totenmesse in der Lesart von Matthias Janz und seinen Klangkörpern im Deutschen Haus so eindrücklich, anrührend und aufwühlend. ...
Das makellos aufspielende Sønderjyllands Symfoniorkester lieferte die gewünschte orchestrale Opulenz im Geiste des romantischen Sinfonikers Dvorak, entzückte mit sattem Streicherglanz nebst seinem bekannt wohlmodulierten Bläsersatz. Matthias Janz ließ den Riesenchor (Flensburger Bachchor plus Sinfonischer Chor Hamburg) mit seinen Tugenden in Sachen Flexibilität, Klangbalance und durchdachter Textgestaltung gelöst und klangvoll glänzen und gestattete seinen hörbar motivierten Sängern sogar launig swingende Fugati, die dem düsteren Todesthema manchen Stachel nahmen.
Dazu ein spektakuläres Solistenquartett von erlesener Güte ... 'Requiem aeternam dona eis': Musik gewordene Antwort auf grausige Tagesrealitäten!"

J. S. Bach: Messe in h-moll BWV 232

Flensburger Tageblatt, 23.03.2015

"Bachs h-Moll-Messe gehört zu den klangprächtigsten und ergreifendsten kirchenmusikalischen Großwerken, die mit ihrem zutiefst humanistischen Anspruch als Solitär unter den unzähligen Messkompositionen der Musikgeschichte zu gelten hat. ...
Dass der machtvolle, groß besetzte Bach-Chor dieses Werk natürlich 'drauf' hat, die Bach’schen Fugati mit traumwandlerischer Präzision umsetzt, für prächtige Jubelchöre und archaisch fundierte Glaubensbekenntnisse wohldosierte Kraft entfaltet und halsbrecherische Koloraturen brillant exekutiert, versteht sich fast von selbst – und ist gerade deshalb umso bewundernswerter! ...
Matthias Janz konnte als beflügelnder Animateur mit seiner unmissverständlichen Zeichengebung seinen vorzüglichen Ensembles feinste interpretatorische Detailarbeit abverlangen, was für den Erfolg der anstehenden Gastspiele in Dänemark ein optimales Omen sein dürfte."

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 02.01.2015

Bach-Chor und Concerto Farinelli begeistern Zuhörer
"Für jeden Dirigenten stellt sich bei der Aufführung von Bachs Kantaten und Oratorien stets die Frage, welcher Stilrichtung er folgen soll: einer modernen, großbesetzten Chormusiktradition oder der historisch 'informierten', klanglich intimeren Aufführungspraxis mit entsprechendem Instrumentarium. Matthias Janz entschied sich beim Weihnachtsoratorium für ein 'Sowohl – als auch', musizierte Anfang Dezember die Kantaten 1 bis 3 in heutiger Klanggestalt, um am Jahresende die Kantaten 4 bis 6 mit dem Concerto Farinelli und seinem etwas verkleinerten Bach-Chor in historischer Manier vorzustellen.
Das künstlerische Ergebnis dürfte auch den letzten Skeptiker in Sachen Musikhistorie überzeugt haben, denn jubelnde Chöre, stimmungsvoll verhaltene Arien wie tonmalerische Erzählungen erfuhren nun einen aparten Hauch von schattierter Dezenz, der sogar dem schmetternden Glanz der Barocktrompeten jede Aufdringlichkeit elegant zu nehmen verstand.
Matthias Janz entlockte seinem in diesen Tagen permanent geforderten Bach-Chor eine erstaunlich beseligte Pianokultur, die vorzüglichen Instrumentalisten des Concerto Farinelli erwiesen sich als beredt agierende Verkünder der altbekannten Weihnachtsgeschichte.
Im Solisten-Ensemble erlebte man einen glücklichen Mix aus gelassener Erfahrung und unverstellter Agitation: Georg Poplutz als eloquenter Evangelist mit virtuoser Koloraturtechnik und vorzüglicher Diktion, Johanna Winkel mit strahlender Attacke ihres perfekt sitzenden Soprans. Dazu Eva Hüsters präziser, anrührender Echo-Sopran und Neuentdeckung Geneviève Tschumi, deren souverän ausschwingende Altstimme zu schönsten Erwartungen für die Zukunft Anlass gibt. Und nicht zuletzt Grandseigneur Klaus Mertens, dem jedes Wort, jede Nuance wichtig war, dessen nobler Bass seinen gestalterischen Absichten mühelos gehorchte und damit jede Passage zu einem musikalischen Ereignis machte."

Weihnachtskonzert 2014

Flensburger Tageblatt, 23.12.2014

"... Weihnachten kann kommen. Mit der vierten erleuchteten Kerze auf dem Adventskranz ist das Fest nun auch musikalisch in der am Sonntagnachmittag voll besetzten St. Marienkirche zu Flensburg angekündigt worden. ... Zur Einstimmung hörte das begeisterte Publikum zunächst alte Weisen ..., die der Bach-Chor in transparenter und beinahe lupenreiner Intonation zum Besten gab. Die jungen Kehlen des Kinderchores und der Jugendkantorei schenkten dem Konzert mit herzig gesungenen Liedern aus Irland, Schlesien, England, Österreich und Frankreich einen bezaubernden Reiz, die in unterschiedlichen Besetzungen mit Soloeinlagen die Herzen der Zuhörer rührten und wohl bei manchem die Augen feucht werden ließen. ... Geistliche Gesänge von Johann Sebastian Bach ... verliehen dem Ganzen einmal feierlichen Ernst und Würde, die teils schwierig zu intonierenden vier Songs aus A Ceremony of Carols von Benjamin Britten darüber hinaus noch höchsten Anspruch, den Mitglieder der Jugendkantorei für sich in Anspruch nehmen konnten. ..."

J. Brahms: Schicksalslied und Alt-Rhapsodie/A. Bruckner: f-moll-Messe

Flensburger Tageblatt, 25.11.2014

"Schlichte, kantable, stets der Tradition verpflichtete Strenge bei Brahms, mystisch überhöhte Sakralfeierlichkeit bei Bruckner, zwei faszinierende Seiten deutsch-österreichischer Spätromantik. Für solch gewaltiges Unternehmen hatte sich Maestro Janz seiner beiden groß besetzten Chöre (Flensburger Bach-Chor und Symphonischer Chor Hamburg) sowie der vorzüglich aufspielenden Philharmonie Süddänemark versichert, mit denen sich harmonischer Reichtum sowie satte Klangpracht in Werken beider stilistischen Antipoden mitreißend realisieren ließen.
... Janz ließ den Chor in dynamisch fein differenzierten Riesenbögen schwelgen, um ihn schließlich im 'Sanctus' gemeinsam mit dem machtvollen Orchestertutti den Namen Gottes triumphal betonen zu lassen. Zum Dahinschmelzen schön das anschließende Benedictus ...
Vor diesem Riesenwerk hatte es mit dem 'Schicksalslied' ein Paradebeispiel für die Klangpoesie von Brahms gegeben, der unter Verzicht auf Solostimmen den Chor in die Wechselbäder des ruhelosen Lebenskampfes zum fatalen Orgelpunkt der Pauke schickt. Für die wie immer wohlpräparierten Chöre eine feine Gelegenheit, Homogenität, flüssige Kantabilität und ausbalancierte Klangästhetik eindrücklich unter Beweis zu stellen."

F. Mendelssohn Bartholdy: Paulus

Flensburger Tageblatt, 14.07.2014

"Ein Großchor (Flensburger Bach-Chor und Symphonischer Chor Hamburg) im Verbund mit einem der historischen Aufführungspraxis verpflichteten Spezialorchester (Elbipolis Barockorchester Hamburg) imaginierte die melodische Musiksprache der Romantik vor dem Hintergrund überlieferter Werkstrukturen mit machtvollen Chorälen, vertrackt fugierten chorischen Passagen, kontemplativen Arien und Duetten, Rezitativen und packenden Visionsmusiken. ... Entschädigung für spärliche 'action' boten stattdessen die zahlreichen lyrischen, oft balsamischen Passagen, zumal just an diesen Stellen die Janz’schen Heerscharen mit einem Optimum an dynamisch subtilem Wohlklang, ausgewogener Klangbalance und rhythmischer Präzision die Hörer beglückten. ... Enthusiastischer Schlussjubel für den mitreißenden Maestro Janz und sein treffliches Mendelssohn-Großensemble!"

Kieler Nachrichten, 14.07.2014

" (Man) vernahm eine optimale klangliche Balance zwischen Chor und Orchester bei durchgehend bester Textverständlichkeit sowie eine filigrane Transparenz in den zahlreichen lieblichen, melodiegesättigten Chorpassagen. Furchterregend hingegen der Fortissimo-Furor entfesselter Volksmassen bei ihren 'Steiniget ihn'-Rufen ... Dazwischen immer wieder wohlklanggesättigte Choräle ... Letztlich kam so unter einem suggestiv agierenden Matthias Janz eine Wiedergabe von exemplarischer Gültigkeit zustande. Dankbarer Schlussjubel!"

H. Schütz: Magnificat/C. Monteverdi: Marienvesper

Flensburger Tageblatt, 31.12.2013

Grandioser Klangrausch zur Feier des Jahresabschlusses
"Heinrich Schütz ... erfuhr in der Lesart von Matthias Janz eine noble Gravität kontrapunktischer Chorpolyphonie. Sein 'Magnificat' atmete in der dichten Interpretation der deutlich verjüngten Chorgemeinschaft aus Landesjugendchor, Jugendkantorei und Collegium Vocale des Flensburger Bach-Chores durchweg einen hochartifiziellen, feierlichem Glanz.
Ganz anders Claudio Monteverdis singuläre 'Marienvesper' ... Der ständige Wechsel zwischen Soli und Chor gelang ebenso schlackenlos wie die verblüffende Kontrastierung vom traditionellen Vesperaufbau mit moderner Orchesterbehandlung und ichbetonter Ausdrucksmelodik. Dazu ein homogen agierendes, schönstimmiges Solistenensemble ... Ungeachtet aller denkbaren Detailbetrachtungen stand der grandiose Klangrausch im emotionalen Mittelpunkt dieses Abends: kantable Expressivität des 'stile moderno' als religiös motivierte Klangverführung von unwiderstehlichem Reiz!"

J. S. Bach: Gloria in excelsis Deo BWV 191/Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 10.12.2013

Bach-Chor bringt das Oratorium zum Strahlen
"Mit einer prachtvollen Rarität zum 'Geburtsfest' aus dem Kantatenschaffen Johann Sebastian Bachs eröffnete Matthias Janz die traditionelle Aufführung des Weihnachtsoratoriums in der ausverkauften St.-Marien-Kirche. ... Janz und seine bewährten Bach-Ensembles ließen den reich orchestrierten, komplexen Jubelchören allen denkbaren Barockglanz angedeihen ... Solcherart 'festives' Entrée wies den Weg in den weiteren musikalischen Verlauf beim Weihnachtsoratorium, dessen drei ersten Kantaten in glanzvollem Optimismus und Heiterkeit die innewohnende Sinnhaftigkeit des weihnachtlichen Anlasses beglaubigten. Janz ließ seinen üppig besetzten Bach-Chor mit gebotener dynamischer Dezenz, aber steter rhythmischer Präzision agieren, um punktuell dessen enorme Leuchtkraft umso effektvoller auftrumpfen zu lassen. ... Besser geht’s kaum!"

G. F. Händel: "Solomon" HWV 67

Flensburger Tageblatt, 18.11.2013

Lyrisch, opulent, schlüssig: Händels Solomon
"... (Händels) Oratorium 'Solomon' präsentierte sich jetzt im Deutschen Haus in der schlüssigen Werksicht von Matthias Janz als klangüppige, komplexe Idylle rund um das Herrscherglück eines häuslichen wie staatlichen Friedens – Händels oftmals formulierte Lebensphilosophie.
Janz ließ das üppig besetzte, aber dabei durchaus 'historisch informierte' Sønderjyllands Symfoniorkester schnörkellos diese stabile, harmonische Welt imaginieren – mit wunderschön musizierten Soli (Oboe), knackigen Akzenten und filigranen Nuancierungen inklusive Jubelfinale mit 'Pauken und Trompeten'. Dazu sein prächtig aufgelegter Flensburger Bachchor, der bereits im einleitenden Doppelchor eine dezente, aber intensive Klangpracht hören ließ und auch später den lyrischen Grundduktus nach martialischen Forte-Ausbrüchen sorgsam bewahrte.
Auf dieser poesievoll-epischen Basis gelang der exquisiten Solistencrew eine eloquente Ausformung der Wechselbeziehungen zwischen den jeweils betroffenen Akteuren ... Tosender Applaus."

J. Brahms: Ein deutsches Requiem

Aufführung im Rahmen der Verleihung des Brahms-Preises 2013 der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein in Wesselburen an Prof. M. Janz und den Flensburger Bach-Chor

Dithmarscher Landeszeitung, 01.06.2013

"Der Flensburger Bachchor unter der Leitung von Matthias Janz sang in Wesselburen präzise und transparent, ausdrucksstark und begeisternd bis in kleinste Einzelheiten. Das Sønderjyllands Symfonieorkester begleitete den Chor vortrefflich und dynamisch. Die Solisten Johanna Winkel, Sopran, und Martin Berner, Bariton, überzeugten mit ihren ausdrucksstarken Stimmen.
Die Preisvergabe hat einmal mehr die Aufmerksamkeit auf den Flensburger Chor gelenkt, der eine feste musikalische Größe im Land ist. Allein die Aufführung des deutschen, des menschlichen Requiems in dieser Besetzung war den Preis wert."

J. S. Bach: Markuspassion BWV 247

Flensburger Tageblatt, 27.04.2013

Bachs Markus-Passion als eindrucksvolle Barock-Oper
"Immer wieder gern zu Gast in der St.-Katharinen-Kirche zu Gelting ist Matthias Janz mit seinem Collegium Vocale des Flensburger Bach-Chores und dem bewährten, auf historischen Instrumenten musizierenden Concerto Farinelli. Diesmal wartete das bestens aufeinander eingespielte Team mit einem besonderen Programm auf, der 'Markus-Passion' von J. S. Bach, die – nur im Text erhalten, aber musikalisch rekonstruiert – hier zu Gehör gebracht werden sollte. Janz hatte die Fassung gewählt, in der die von Bach stammenden Arien und Choräle mit den Rezitativen und Turbae-Chören der Markus-Passion von Reinhard Keiser kombiniert wurden. Was da zu hören war, kam einer Barock-Oper gleich. ... Der Chor begann im Eingangs-Choral mit Seufzer-Motiven, dennoch im zügigen Tempo, mit großer Textverständlichkeit. In den Chorälen agierte der Chor als kommentierende Gemeinde eindrucksvoll vom zartesten Pianissimo bis zum verzweifelten Aufschrei zum Tod des Erlösers. Im Schluss-Chor wurde der barocke Überschwang noch einmal deutlich mit einem wiegenden, beinahe tänzerischen Dank an Jesus für sein Leiden, das letztlich zur Erlösung der Menschen führt. Überschwänglicher Applaus für ein eindrucksvolles Konzert."

G. F. Händel: "Saul" HWV 53

Kieler Nachrichten, 22.02.2013

"Händels Oratorium Saul  kommt als machtvoller Musikkrimi daher ... Matthias Janz (hat) das Werk zusammen mit seiner schlagkräftigen Chorgemeinschaft (Flensburger Bach-Chor, Symphonischer Chor Hamburg) ... als erhaben-düsteres Klanggemälde à la Shakespeare zu musikdramatischem Leben erweckt. ... Dazu brillant herausgearbeitete Chorakzente mit packenden Ausbrüchen, wie im bedrohlichen 'Neidchor', beim Triumph des siegreichen David, im kraftvoll-geschmeidigen Schlussjubel. ..."

Flensborg Avis, 22.02.2013

Donnernder Applaus für Händels "Saul"
"Georg Friedrich Händels Oratorium 'Saul' (uraufgeführt 1739) erlebt ... eine glänzende Interpretation. ... die über 100 Chorsängerinnen und Sänger, die Orchestermusiker und nicht zuletzt die sieben Solisten (zeigten sich) in bestechender Form. ... Matthias Janz (treibt) mit kraftvoller Hand und geradezu strengem Habitus das Orchester und den Chor zu Spitzenleistungen."

J. S. Bach: "Unser Mund sei voll Lachens" BWV 110/ Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 11.12.2012

Packendes Weihnachtsoratorium
"Was passt besser zur Weihnachtszeit als Johann Sebastian Bachs festliche Kantate 'Unser Mund sei voll Lachens'? Matthias Janz und seine bewährten Bach-Ensembles kombinierten diese mit einer französischen Glanzouvertüre eingeleitete Weihnachtskantate mit dem noch berühmteren Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3) zu einem jubilierenden Geburtstagsständchen für das Jesuskind als den kommenden König.
Dabei hatte Bach in beiden Fällen mit virtuos gehandhabtem 'Parodieverfahren' auf ältere Kompositionen zurückgegriffen, die ihm einer Zweitverwertung wert erschienen. So adaptierte er den Eingangssatz seiner D-Dur Ouvertüre zum kraftvollen Entrée des ausladenden Eingangschorus, den Janz unter frohgemutem Geschmetter von Pauken und Trompeten vom Gesamtensemble zupackend und festlich musizieren ließ. Dieser musikantische Ansatz wurde bruchlos beibehalten, als das brillante 'Jauchzet, frohlocket' mit scharf akzentuierter Pauke und pointiertem Bläserglanz festtägliche Freude unmittelbar spürbar machte. Es gelang, den Anfangsschwung bis zum 'frohlockenden Preisen' des Abschlusschores beizubehalten, was sich auch unmittelbar auf Verve und Eloquenz der vier fein aufeinander abgestimmten Solisten übertrug. ...
Vorzüglich die zahlreichen Instrumental-Soli, präsent, stimmgewaltig und dynamisch flexibel der homogen ausbalancierte Bach-Chor, den Matthias Janz zu belebtem Ausmusizieren und herzhafter Attacke animierte. Eine packende, runde, niveauvolle Interpretation voller ansteckender Musizierlust!"