Pressestimmen

J. S. Bach. Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 06.12.2016

"Diesmal hatte Matthias Janz wieder sein bewährtes, 'modern' besetztes Bach-Ensemble an der Seite seines homogen agierenden Bach-Chores, was in den vielen prächtig besetzten Jubelsätzen einen satten, aber niemals dicken Plenumklang zur Folge hatte. ... Der hellwache Bach-Chor bot dazu einen in sich ruhenden Gegenpol mit seinen klangsatt vorgetragenen Chorälen und den extrovertierten, quicklebendigen Jubelchören, die dem Weihnachtsoratorium den allzeit geschätzten festlichen Glanz verleihen. ... Die lebendige Tradition des Weihnachtsoratoriums – in St.Marien bei Matthias Janz und den Seinen war sie einmal mehr in besten Händen!"

W. A. Mozart: Requiem d-moll KV 626

Flensburger Tageblatt, 08.11.2016

"Mozarts unvollendet gebliebenes Requiem (KV 626) ist wohl die direkteste, ergreifendste und erschütterndste Totenmesse, die wir kennen – auch wenn große Teile von Mozart-Schülern ergänzt oder nachkomponiert wurden. Die jüngste Aufführung in der ausverkauften Marienkirche mit dem Flensburger Bachchor und Sønderjyllands Symfoniorkester unter Matthias Janz unterstrich dies aufs Eindringlichste, denn sie verband dramatische Wucht mit Entrückung, ohne je die schlichte Klarheit der Musiksprache aus den Augen zu verlieren. ... Es waren vor allem die fein ausmusizierten Pianopassagen, mit denen der vorzügliche Bachchor die Faszination religiöser Lyrik subtil nachgestaltete. Für den homogen disponierten Chor schienen technische Bravour nebst federnder Rasanz in den heiklen Fugati spielerische Selbstverständlichkeiten ... Vorzüglich gelangen die zahlreichen Übergänge von abgrundtiefer Düsternis zu konfliktfreiem D-Dur-Jubel im 'Sanctus' und zartesten Lyrismen in fast geflüsterten Pianopassagen."

Flensborg Avis, 08.11.2016

"Flensburger Bach-Chor er ikke noget professionelt kor, men dog et kor på et højt niveau (der er optagelsesprøve), og korets kvaliteter kunne også høres i de mere stille satser som i afslutningen (Agnus Dei). Især i 'Kyrie' benyttede det firestemmige kor pladsen til kunstnerisk udfoldelse. ... Smuk var især lovprisningshymnen Benedictus, der afsluttes med en fuga for fuldt kor. Matthias Janz kender sit kors styrke i forhold til orkestrets akkompagnementsfigurer, og balancen var generelt perfekt. Kor, solister og orkester smeltede sammen, og det var tydeligt, at koret var på hjemmebane, da klapsalven bagefter blev doseret. En dybt engagerede opførelse."

J. Haydn: Die Jahreszeiten

Kieler Nachrichten, 18.07.2016

"Plastisch und textverständlich, ausgewogen in den vier Stimmgruppen präsentierten sich die vereinigten Vokalmassen des Flensburger Bach-Chors und des Symphonischen Chors Hamburg – wendig in den Fugen, duftig in den volksnahen Passagen, gewaltig im 'flammenden' Lob der Gottesmajestät und angemessen panisch im Gewittersturm. Wunderschön geriet auch das allemal schwierige Ausblenden 'zur Ruh' am Ende des Sommers."

Flensburger Tageblatt, 18.07.2016

"Unter der Leitung von Matthias Janz präsentierten sich die Musiker des Elbipolis Barockorchester Hamburg von der Schokoladenseite, genau wie der Flensburger Bach-Chor und der Symphonische Chor Hamburg, die, zum wiederholten Male vom Dirigenten zusammengeführt, mit ihrem nuancierten, perfekt aufeinander abgestimmten Vortrag für Gänsehautmomente sorgten. ... In der Büdelsdorfer Aufführung hochkarätig besetzt, glänzten Johanna Winkler, Maximilian Schmitt (Tenor) und Michael Nagy (Bass) mit ihrem einfühlsamen Wechselgesang aus Rezitativ und Arie. Zu fein nuancierter Orchestrierung sorgten sie im Zusammenspiel mit wohl temperierten, schwungvollen Chorsätzen, die einen zarten Sonnenaufgang genauso atmosphärisch intonierten wie einen wütenden Gewittersturm, für musikalische Sternstunden."

Flensborg Avis, 19.07.2016

"Et kæmpestort, sammensat kor af medlemmer af Flensburger Bach-Chor og Symphonischer Chor Hamburg, tre fremragende solister ..., Elbipolis Barockorchester Hamburg og dirigenten Matthias Janz opførte Haydns populære oratorium med temperament, indlevelse og nærvær - og ikke mindst skøn, afbalanceret lyd. En ekstra ros fortjener sangerne - både solisterne og koret - for deres formidable artikulation, som stort set gjorde det unødvendigt at læse med i programhæftet, hvor hele teksten var trykt. ... Koret, orkestret og de tre solister formåede under den kyndige ledelse af prof. Matthias Janz at frembringe oratoriets mange nuancer på charmerende vis. Samspillet og overgangene mellem recitativer, arier og korstykker fungerede perfekt ... Standing ovations i mange minutter var den velfortjente belønning for de mange medvirkende."

J. S. Bach: Matthäuspassion BWV 244

Flensburger Tageblatt, 29.03.2014

"Falls die Wahrnehmung nicht täuscht, lassen sich bei den alljährlich stattfindenden Bach’schen Passionsaufführungen in St. Marien signifikante Veränderungen in Bezug auf grundsätzliche Werksicht, Interpretationsvarianten und Qualitätsstandards beobachten. Bei der jüngsten Aufführung der Matthäus-Passion durch den Flensburger Bachchor vor ausverkauftem Haus waren diese Entwicklungen in Sachen Optimierung und Zuspitzung kaum zu überhören: Selten konnte man diesen im Prinzip grausigen Justizskandal um die Person Jesu so dramatisch und in seiner Schonungslosigkeit so aktuell berührend erleben, wie es Matthias Janz und seinen Ensembles an diesem Karfreitag gelungen ist. ...
Matthias Janz bediente mit seinem erwartungsgemäß bestens präparierten und homogen besetzten Bach-Chor (inklusive einer hochmotivierten Kinderchorfraktion) souverän das breite stilistische Spektrum dieses gewaltigen Passionsdramas. Da waren einerseits die relativ flüssig und erfreulich unsentimental vorgetragenen Choräle, andererseits die das Geschehen kommentierenden und deshalb emotionsgeladenen großen Chöre voll kontrapunktischer Fülle und komplexer Polyphonie. Dazu die vor Vitalität vibrierenden, mit unerschütterlicher Präzision vortragenen Turbachöre, die im markerschütternden 'Barrabas-Ruf' des geifernden Mobs ihren zum Nachdenken anregenden Höhepunkt fanden. Bachs Oratorienpassion als packendes Musikdrama von zeitloser Aktualität!"

A. Dvorak: Requiem

Flensburger Tageblatt, 16.11.2015

Ergreifende Totenmesse
"Tragische Sinnhaftigkeit: Antonin Dvoraks Requiem als erschütterndes 'Memento mori' im Kontext zu den Anschlägen von Paris! Möglicherweise gerade deshalb geriet die Aufführung dieser hochromantischen Totenmesse in der Lesart von Matthias Janz und seinen Klangkörpern im Deutschen Haus so eindrücklich, anrührend und aufwühlend. ...
Das makellos aufspielende Sønderjyllands Symfoniorkester lieferte die gewünschte orchestrale Opulenz im Geiste des romantischen Sinfonikers Dvorak, entzückte mit sattem Streicherglanz nebst seinem bekannt wohlmodulierten Bläsersatz. Matthias Janz ließ den Riesenchor (Flensburger Bachchor plus Sinfonischer Chor Hamburg) mit seinen Tugenden in Sachen Flexibilität, Klangbalance und durchdachter Textgestaltung gelöst und klangvoll glänzen und gestattete seinen hörbar motivierten Sängern sogar launig swingende Fugati, die dem düsteren Todesthema manchen Stachel nahmen.
Dazu ein spektakuläres Solistenquartett von erlesener Güte ... 'Requiem aeternam dona eis': Musik gewordene Antwort auf grausige Tagesrealitäten!"

J. S. Bach: Messe in h-moll BWV 232

Flensburger Tageblatt, 23.03.2015

"Bachs h-Moll-Messe gehört zu den klangprächtigsten und ergreifendsten kirchenmusikalischen Großwerken, die mit ihrem zutiefst humanistischen Anspruch als Solitär unter den unzähligen Messkompositionen der Musikgeschichte zu gelten hat. ...
Dass der machtvolle, groß besetzte Bach-Chor dieses Werk natürlich 'drauf' hat, die Bach’schen Fugati mit traumwandlerischer Präzision umsetzt, für prächtige Jubelchöre und archaisch fundierte Glaubensbekenntnisse wohldosierte Kraft entfaltet und halsbrecherische Koloraturen brillant exekutiert, versteht sich fast von selbst – und ist gerade deshalb umso bewundernswerter! ...
Matthias Janz konnte als beflügelnder Animateur mit seiner unmissverständlichen Zeichengebung seinen vorzüglichen Ensembles feinste interpretatorische Detailarbeit abverlangen, was für den Erfolg der anstehenden Gastspiele in Dänemark ein optimales Omen sein dürfte."

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 02.01.2015

Bach-Chor und Concerto Farinelli begeistern Zuhörer
"Für jeden Dirigenten stellt sich bei der Aufführung von Bachs Kantaten und Oratorien stets die Frage, welcher Stilrichtung er folgen soll: einer modernen, großbesetzten Chormusiktradition oder der historisch 'informierten', klanglich intimeren Aufführungspraxis mit entsprechendem Instrumentarium. Matthias Janz entschied sich beim Weihnachtsoratorium für ein 'Sowohl – als auch', musizierte Anfang Dezember die Kantaten 1 bis 3 in heutiger Klanggestalt, um am Jahresende die Kantaten 4 bis 6 mit dem Concerto Farinelli und seinem etwas verkleinerten Bach-Chor in historischer Manier vorzustellen.
Das künstlerische Ergebnis dürfte auch den letzten Skeptiker in Sachen Musikhistorie überzeugt haben, denn jubelnde Chöre, stimmungsvoll verhaltene Arien wie tonmalerische Erzählungen erfuhren nun einen aparten Hauch von schattierter Dezenz, der sogar dem schmetternden Glanz der Barocktrompeten jede Aufdringlichkeit elegant zu nehmen verstand.
Matthias Janz entlockte seinem in diesen Tagen permanent geforderten Bach-Chor eine erstaunlich beseligte Pianokultur, die vorzüglichen Instrumentalisten des Concerto Farinelli erwiesen sich als beredt agierende Verkünder der altbekannten Weihnachtsgeschichte.
Im Solisten-Ensemble erlebte man einen glücklichen Mix aus gelassener Erfahrung und unverstellter Agitation: Georg Poplutz als eloquenter Evangelist mit virtuoser Koloraturtechnik und vorzüglicher Diktion, Johanna Winkel mit strahlender Attacke ihres perfekt sitzenden Soprans. Dazu Eva Hüsters präziser, anrührender Echo-Sopran und Neuentdeckung Geneviève Tschumi, deren souverän ausschwingende Altstimme zu schönsten Erwartungen für die Zukunft Anlass gibt. Und nicht zuletzt Grandseigneur Klaus Mertens, dem jedes Wort, jede Nuance wichtig war, dessen nobler Bass seinen gestalterischen Absichten mühelos gehorchte und damit jede Passage zu einem musikalischen Ereignis machte."

Weihnachtskonzert 2014

Flensburger Tageblatt, 23.12.2014

"... Weihnachten kann kommen. Mit der vierten erleuchteten Kerze auf dem Adventskranz ist das Fest nun auch musikalisch in der am Sonntagnachmittag voll besetzten St. Marienkirche zu Flensburg angekündigt worden. ... Zur Einstimmung hörte das begeisterte Publikum zunächst alte Weisen ..., die der Bach-Chor in transparenter und beinahe lupenreiner Intonation zum Besten gab. Die jungen Kehlen des Kinderchores und der Jugendkantorei schenkten dem Konzert mit herzig gesungenen Liedern aus Irland, Schlesien, England, Österreich und Frankreich einen bezaubernden Reiz, die in unterschiedlichen Besetzungen mit Soloeinlagen die Herzen der Zuhörer rührten und wohl bei manchem die Augen feucht werden ließen. ... Geistliche Gesänge von Johann Sebastian Bach ... verliehen dem Ganzen einmal feierlichen Ernst und Würde, die teils schwierig zu intonierenden vier Songs aus A Ceremony of Carols von Benjamin Britten darüber hinaus noch höchsten Anspruch, den Mitglieder der Jugendkantorei für sich in Anspruch nehmen konnten. ..."

J. Brahms: Schicksalslied und Alt-Rhapsodie/A. Bruckner: f-moll-Messe

Flensburger Tageblatt, 25.11.2014

"Schlichte, kantable, stets der Tradition verpflichtete Strenge bei Brahms, mystisch überhöhte Sakralfeierlichkeit bei Bruckner, zwei faszinierende Seiten deutsch-österreichischer Spätromantik. Für solch gewaltiges Unternehmen hatte sich Maestro Janz seiner beiden groß besetzten Chöre (Flensburger Bach-Chor und Symphonischer Chor Hamburg) sowie der vorzüglich aufspielenden Philharmonie Süddänemark versichert, mit denen sich harmonischer Reichtum sowie satte Klangpracht in Werken beider stilistischen Antipoden mitreißend realisieren ließen.
... Janz ließ den Chor in dynamisch fein differenzierten Riesenbögen schwelgen, um ihn schließlich im 'Sanctus' gemeinsam mit dem machtvollen Orchestertutti den Namen Gottes triumphal betonen zu lassen. Zum Dahinschmelzen schön das anschließende Benedictus ...
Vor diesem Riesenwerk hatte es mit dem 'Schicksalslied' ein Paradebeispiel für die Klangpoesie von Brahms gegeben, der unter Verzicht auf Solostimmen den Chor in die Wechselbäder des ruhelosen Lebenskampfes zum fatalen Orgelpunkt der Pauke schickt. Für die wie immer wohlpräparierten Chöre eine feine Gelegenheit, Homogenität, flüssige Kantabilität und ausbalancierte Klangästhetik eindrücklich unter Beweis zu stellen."

F. Mendelssohn Bartholdy: Paulus

Flensburger Tageblatt, 14.07.2014

"Ein Großchor (Flensburger Bach-Chor und Symphonischer Chor Hamburg) im Verbund mit einem der historischen Aufführungspraxis verpflichteten Spezialorchester (Elbipolis Barockorchester Hamburg) imaginierte die melodische Musiksprache der Romantik vor dem Hintergrund überlieferter Werkstrukturen mit machtvollen Chorälen, vertrackt fugierten chorischen Passagen, kontemplativen Arien und Duetten, Rezitativen und packenden Visionsmusiken. ... Entschädigung für spärliche 'action' boten stattdessen die zahlreichen lyrischen, oft balsamischen Passagen, zumal just an diesen Stellen die Janz’schen Heerscharen mit einem Optimum an dynamisch subtilem Wohlklang, ausgewogener Klangbalance und rhythmischer Präzision die Hörer beglückten. ... Enthusiastischer Schlussjubel für den mitreißenden Maestro Janz und sein treffliches Mendelssohn-Großensemble!"

Kieler Nachrichten, 14.07.2014

" (Man) vernahm eine optimale klangliche Balance zwischen Chor und Orchester bei durchgehend bester Textverständlichkeit sowie eine filigrane Transparenz in den zahlreichen lieblichen, melodiegesättigten Chorpassagen. Furchterregend hingegen der Fortissimo-Furor entfesselter Volksmassen bei ihren 'Steiniget ihn'-Rufen ... Dazwischen immer wieder wohlklanggesättigte Choräle ... Letztlich kam so unter einem suggestiv agierenden Matthias Janz eine Wiedergabe von exemplarischer Gültigkeit zustande. Dankbarer Schlussjubel!"

H. Schütz: Magnificat/C. Monteverdi: Marienvesper

Flensburger Tageblatt, 31.12.2013

Grandioser Klangrausch zur Feier des Jahresabschlusses
"Heinrich Schütz ... erfuhr in der Lesart von Matthias Janz eine noble Gravität kontrapunktischer Chorpolyphonie. Sein 'Magnificat' atmete in der dichten Interpretation der deutlich verjüngten Chorgemeinschaft aus Landesjugendchor, Jugendkantorei und Collegium Vocale des Flensburger Bach-Chores durchweg einen hochartifiziellen, feierlichem Glanz.
Ganz anders Claudio Monteverdis singuläre 'Marienvesper' ... Der ständige Wechsel zwischen Soli und Chor gelang ebenso schlackenlos wie die verblüffende Kontrastierung vom traditionellen Vesperaufbau mit moderner Orchesterbehandlung und ichbetonter Ausdrucksmelodik. Dazu ein homogen agierendes, schönstimmiges Solistenensemble ... Ungeachtet aller denkbaren Detailbetrachtungen stand der grandiose Klangrausch im emotionalen Mittelpunkt dieses Abends: kantable Expressivität des 'stile moderno' als religiös motivierte Klangverführung von unwiderstehlichem Reiz!"

J. S. Bach: Gloria in excelsis Deo BWV 191/Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 10.12.2013

Bach-Chor bringt das Oratorium zum Strahlen
"Mit einer prachtvollen Rarität zum 'Geburtsfest' aus dem Kantatenschaffen Johann Sebastian Bachs eröffnete Matthias Janz die traditionelle Aufführung des Weihnachtsoratoriums in der ausverkauften St.-Marien-Kirche. ... Janz und seine bewährten Bach-Ensembles ließen den reich orchestrierten, komplexen Jubelchören allen denkbaren Barockglanz angedeihen ... Solcherart 'festives' Entrée wies den Weg in den weiteren musikalischen Verlauf beim Weihnachtsoratorium, dessen drei ersten Kantaten in glanzvollem Optimismus und Heiterkeit die innewohnende Sinnhaftigkeit des weihnachtlichen Anlasses beglaubigten. Janz ließ seinen üppig besetzten Bach-Chor mit gebotener dynamischer Dezenz, aber steter rhythmischer Präzision agieren, um punktuell dessen enorme Leuchtkraft umso effektvoller auftrumpfen zu lassen. ... Besser geht’s kaum!"

G. F. Händel: "Solomon" HWV 67

Flensburger Tageblatt, 18.11.2013

Lyrisch, opulent, schlüssig: Händels Solomon
"... (Händels) Oratorium 'Solomon' präsentierte sich jetzt im Deutschen Haus in der schlüssigen Werksicht von Matthias Janz als klangüppige, komplexe Idylle rund um das Herrscherglück eines häuslichen wie staatlichen Friedens – Händels oftmals formulierte Lebensphilosophie.
Janz ließ das üppig besetzte, aber dabei durchaus 'historisch informierte' Sønderjyllands Symfoniorkester schnörkellos diese stabile, harmonische Welt imaginieren – mit wunderschön musizierten Soli (Oboe), knackigen Akzenten und filigranen Nuancierungen inklusive Jubelfinale mit 'Pauken und Trompeten'. Dazu sein prächtig aufgelegter Flensburger Bachchor, der bereits im einleitenden Doppelchor eine dezente, aber intensive Klangpracht hören ließ und auch später den lyrischen Grundduktus nach martialischen Forte-Ausbrüchen sorgsam bewahrte.
Auf dieser poesievoll-epischen Basis gelang der exquisiten Solistencrew eine eloquente Ausformung der Wechselbeziehungen zwischen den jeweils betroffenen Akteuren ... Tosender Applaus."

J. Brahms: Ein deutsches Requiem

Aufführung im Rahmen der Verleihung des Brahms-Preises 2013 der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein in Wesselburen an Prof. M. Janz und den Flensburger Bach-Chor

Dithmarscher Landeszeitung, 01.06.2013

"Der Flensburger Bachchor unter der Leitung von Matthias Janz sang in Wesselburen präzise und transparent, ausdrucksstark und begeisternd bis in kleinste Einzelheiten. Das Sønderjyllands Symfonieorkester begleitete den Chor vortrefflich und dynamisch. Die Solisten Johanna Winkel, Sopran, und Martin Berner, Bariton, überzeugten mit ihren ausdrucksstarken Stimmen.
Die Preisvergabe hat einmal mehr die Aufmerksamkeit auf den Flensburger Chor gelenkt, der eine feste musikalische Größe im Land ist. Allein die Aufführung des deutschen, des menschlichen Requiems in dieser Besetzung war den Preis wert."

J. S. Bach: Markuspassion BWV 247

Flensburger Tageblatt, 27.04.2013

Bachs Markus-Passion als eindrucksvolle Barock-Oper
"Immer wieder gern zu Gast in der St.-Katharinen-Kirche zu Gelting ist Matthias Janz mit seinem Collegium Vocale des Flensburger Bach-Chores und dem bewährten, auf historischen Instrumenten musizierenden Concerto Farinelli. Diesmal wartete das bestens aufeinander eingespielte Team mit einem besonderen Programm auf, der 'Markus-Passion' von J. S. Bach, die – nur im Text erhalten, aber musikalisch rekonstruiert – hier zu Gehör gebracht werden sollte. Janz hatte die Fassung gewählt, in der die von Bach stammenden Arien und Choräle mit den Rezitativen und Turbae-Chören der Markus-Passion von Reinhard Keiser kombiniert wurden. Was da zu hören war, kam einer Barock-Oper gleich. ... Der Chor begann im Eingangs-Choral mit Seufzer-Motiven, dennoch im zügigen Tempo, mit großer Textverständlichkeit. In den Chorälen agierte der Chor als kommentierende Gemeinde eindrucksvoll vom zartesten Pianissimo bis zum verzweifelten Aufschrei zum Tod des Erlösers. Im Schluss-Chor wurde der barocke Überschwang noch einmal deutlich mit einem wiegenden, beinahe tänzerischen Dank an Jesus für sein Leiden, das letztlich zur Erlösung der Menschen führt. Überschwänglicher Applaus für ein eindrucksvolles Konzert."

G. F. Händel: "Saul" HWV 53

Kieler Nachrichten, 22.02.2013

"Händels Oratorium Saul  kommt als machtvoller Musikkrimi daher ... Matthias Janz (hat) das Werk zusammen mit seiner schlagkräftigen Chorgemeinschaft (Flensburger Bach-Chor, Symphonischer Chor Hamburg) ... als erhaben-düsteres Klanggemälde à la Shakespeare zu musikdramatischem Leben erweckt. ... Dazu brillant herausgearbeitete Chorakzente mit packenden Ausbrüchen, wie im bedrohlichen 'Neidchor', beim Triumph des siegreichen David, im kraftvoll-geschmeidigen Schlussjubel. ..."

Flensborg Avis, 22.02.2013

Donnernder Applaus für Händels "Saul"
"Georg Friedrich Händels Oratorium 'Saul' (uraufgeführt 1739) erlebt ... eine glänzende Interpretation. ... die über 100 Chorsängerinnen und Sänger, die Orchestermusiker und nicht zuletzt die sieben Solisten (zeigten sich) in bestechender Form. ... Matthias Janz (treibt) mit kraftvoller Hand und geradezu strengem Habitus das Orchester und den Chor zu Spitzenleistungen."

J. S. Bach: "Unser Mund sei voll Lachens" BWV 110/ Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 11.12.2012

Packendes Weihnachtsoratorium
"Was passt besser zur Weihnachtszeit als Johann Sebastian Bachs festliche Kantate 'Unser Mund sei voll Lachens'? Matthias Janz und seine bewährten Bach-Ensembles kombinierten diese mit einer französischen Glanzouvertüre eingeleitete Weihnachtskantate mit dem noch berühmteren Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3) zu einem jubilierenden Geburtstagsständchen für das Jesuskind als den kommenden König.
Dabei hatte Bach in beiden Fällen mit virtuos gehandhabtem 'Parodieverfahren' auf ältere Kompositionen zurückgegriffen, die ihm einer Zweitverwertung wert erschienen. So adaptierte er den Eingangssatz seiner D-Dur Ouvertüre zum kraftvollen Entrée des ausladenden Eingangschorus, den Janz unter frohgemutem Geschmetter von Pauken und Trompeten vom Gesamtensemble zupackend und festlich musizieren ließ. Dieser musikantische Ansatz wurde bruchlos beibehalten, als das brillante 'Jauchzet, frohlocket' mit scharf akzentuierter Pauke und pointiertem Bläserglanz festtägliche Freude unmittelbar spürbar machte. Es gelang, den Anfangsschwung bis zum 'frohlockenden Preisen' des Abschlusschores beizubehalten, was sich auch unmittelbar auf Verve und Eloquenz der vier fein aufeinander abgestimmten Solisten übertrug. ...
Vorzüglich die zahlreichen Instrumental-Soli, präsent, stimmgewaltig und dynamisch flexibel der homogen ausbalancierte Bach-Chor, den Matthias Janz zu belebtem Ausmusizieren und herzhafter Attacke animierte. Eine packende, runde, niveauvolle Interpretation voller ansteckender Musizierlust!"

L. van Beethoven: Missa solemnis op. 123

Kieler Nachrichten, 18.11.2012

" ... die Aufführung am Sonnabend im gut besuchten Deutschen Haus Flensburg wurde zum Triumph einer präzisen, klangschönen und aussagekräftigen Chorarbeit. Kirchenmusikdirektor Janz und seine Chöre hielten sich erstaunlich genau an Beethovens Partiturvorgaben, vollzogen die plötzlichen Kontraste, Akzente und Schweller in der Dynamik penibel mit. Im Verein mit einer vorbildlich präsenten Aussprache wurde das textnah vertonte Spektrum der Stimmungen souverän nachgezeichnet. Die heilsgewisse Wärme gleich im Kyrie oder im Et incarnatus-Adagio stand genauso plastisch vor Ohren wie mancher Cruxifixus-Schmerz, die Osanna-Freude oder das panische Schreckensstammeln und die innige Friedensbitte, wenn Beethoven im Agnus Dei plötzlich bedrohlich die Waffen klirren lässt.
Bewundernswert auch die kontrollierte Ökonomie, mit der technische Hürden genommen wurden: Die im wahrsten Sinne atemberaubenden Wellen der Gloria-Fuge gelangen genauso zwingend wie das heikle Festhalten des Et vitam venturi-Pendants."

Flensburger Tageblatt, 19.11.2012

"Aus diesem Geiste eines Ringens um Klarheit heraus gelang Janz, seinen Chören (Symphonischer Chor Hamburg und Flensburger Bach-Chor), dem Sønderjyllands Symfoniorkester sowie hochkarätigen Solisten ... eine exemplarische Interpretation voller Leidenschaft, durchgehend hoher Präzision und elastischer Durchhörbarkeit. ... Pointierte Akzentuierungen, exstatische Ausbrüche, ein reiches Spektrum an Klangfarben und Abschattierungen, all dies stand den packend aufspielenden Sinfonikern und vorzüglich agierenden wie reagierenden Chören reichlich zu Gebote."

Flensborg Avis, 20.11.2012

Imponerende messe
"... Det Tyske Hus (var) netop fyldt, da Flensborgs eget Bach Chor sammen med Symphonischer Chor Hamburg, fire sangsolister og Sønderjyllands Symfoniorkester under ledelse af 'Mester Matthias Janz' kastede sig ud i en absolut vellykket fremførelse af værket. ... de store kor (klarede) strabadserne overbevisende."

J. S. Bach: Matthäuspassion BWV 244

Flensburger Tageblatt, 10.04.2012

"Wenn Bachs Matthäus-Passion gelegentlich als eher besinnliches Gegenstück zur dramatischer angelegten Johannes-Passion empfunden wird, scheint Matthias Janz dieses Bach’sche Gipfelwerk von Mal zu Mal deutlicher von musiktheatralischer Seite her zu betrachten. ... Basis dieser Musikdramaturgie war der Einsatz des famosen 'Concerto Farinelli' mit seinem historischen Instrumentarium. Der insgesamt gedämpfte Gesamtklang bezog eine besondere Faszination aus dem aufgerauht-spröden Streicherklang, der archaischen anmutenden Exotik der alten 'Oboe da caccia' sowie den pikanten Kontrasten zwischen zart-verwehtem Holzflötenbalsam und energisch-kantigem Zugriff der virtuos gespielten 'Viola da gamba' - unvergesslich der wilde instrumentale Furor beim Zerreißen des Vorhangs im Tempel! Dass der gewaltige Chor bei vollendeter Werkkenntnis die Bach’schen Wechselbäder von tränenvoller Schwermut, geiferndem Hass zu schmerzlicher Totenklage in stimmlicher Perfektion meisterte, versteht sich von selbst - beängstigend naturalistisch der massierter Doppelchor mit seinem brutal-disharmonische 'Barrabas-Schrei'! Glockengeläut anstelle verdienter Ovationen!"

F. Mendelssohn Bartholdy: Elias

Flensburger Tageblatt, 09.03.2012

"... Der Chor ... entfaltet eine enorme klangliche Bandbreite. Dem in Tausenden von Wunschkonzerten längst zur Strecke gebrachten 'Denn er hat seinen Engeln' hauchen die Sänger mit munterem Tempo und delikater Leichtigkeit neues Leben ein. ... Mit dem triumphal präsentierten Schlusschor 'Alsdann wird euer Licht hervorbrechen' endet die Aufführung. ..."

Kieler Nachrichten, 09.03.2012

"... Die stattliche Chorgemeinschaft (Symphonischer Chor Hamburg und Flensburger Bach-Chor) realisierte die Abstufungen von den Kraftakzenten der dramatischen Szenen zum 'sanften Säuseln' bis zur ehernen Klangpracht der Schlussfuge in scheinbar gelassener Vollkommenheit. ..."

Dithmarscher Landeszeitung, 09.03.2012

"Es ist jedes Mal wieder überwältigend, wenn ein großer Chor sich im Dom von den Plätzen erhebt und die ersten Takte singt. 'Hilf, Herr!' erklang es laut und flehentlich am Donnerstagabend, als die rund einhundert Sänger und Sängerinnen des Flensburger Bach-Chores und des Symphonischen Chores Hamburg mit ihrer Interpretation des Elias-Oratoriums von Felix Mendelssohn-Bartholdy begannen. Das Schleswig- Holsteinische Sinfonieorchester begleitete den Chor, der im Wechsel und zusammen mit hervorragenden Solisten die dramatische Geschichte des alttestamentarischen Propheten nicht nur hör-, sondern zum Teil auch spürbar machten. Ein von Matthias Janz einstudiertes Konzerterlebnis mit Gänsehaut-Garantie."

J. S. Bach: Kantate "Christen, ätzet diesen Tag" BWV 63/Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 06.12.2011

"... 'Christen, ätzet diesen Tag', 20 Jahre vor dem Weihnachtsoratorium in Weimar entstanden, verströmt in opulentester Orchesterbesetzung und vielchöriger Klangfarbigkeit einen vibrierenden Jubelbarock, dem sich damals wie heute wohl kaum ein Hörer entziehen kann.
Der satt und ausgeglichen besetzte Bach-Chor sowie das glanzvoll aufspielende Bach-Ensemble ließen sich bei diesem 'Entrée' nicht lange bitten und musizierten Bachs genialen Jugendstreich mit angemessener Eindringlichkeit und festlicher Bravour. ... Den musikdramatischen Schwung aus der finalen Doppelfuge dieses Jugendwerks nahm der Chor gleich mit in den viril auftrumpfenden Eingangschor 'Jauchzet, frohlocket' des Weihnachtsoratoriums. Exakt in diesem Spannungsfeld zwischen mitreißendem Freudentaumel und nachdenklicher Kontemplation entfalteten die sicht- und hörbar engagierten Musiker und Sänger die unendliche Vielfalt des Bach’schen Genius’."

J. Brahms: Nänie op. 82 und Alt-Rhapsodie op. 53/W. A. Mozart: Missa c-moll KV 27

Flensburger Tageblatt, 21.11.2011

"... 'Nänie', ein autobiographisch begründeter Klagegesang zum Schillerwort 'von der Vergänglichkeit des Schönen', begreift sich als melancholisch-leises Werk voller abschattierter Klangwirkungen, die vom groß besetzten Bach-Chor in konzentrierter Zurücknahme bei peinlicher Beachtung der feindynamischen Vorschriften zu einem ergreifenden Abgesang auf alles Vergängliche gestaltet wurden. ...
Die weltabgewandte 'Alt-Rhapsodie' mit ihrem Seelenschmerz ... atmet eine ähnlich endzeitliche Trauerstimmung, verstärkt durch den konsequenten Verzicht auf das hohe Stimmfach. So grundierten die Männerstimmen der Chores in hymnischer Kantabilität das Lamento der Solo-Altistin (Julia Skripnik), während das wiederum verhalten sekundierende Orchester mit schmerzumfluteten Seufzerfiguren und dezent formulierten Akzentuierungen im raunenden Pianissimo glänzte. ...
So wirkte diese Sicht in Richtung barocker 'Missa concertata' überraschend bedeutungsschwer, was sich von den hochemotionalen Eingangstakten des Orchesters über endzeitliche Posaunen und die bohrende Unerbittlichkeit des Kyrie wie ein roter Faden bis zum finalen 8-stimmigen Doppelchor des prachtvollen Sanctus fortsetzte. In dieses interpretatorische Gesamtbild passte vorzüglich das Solistenquartett mit den Sopranistinnen Johanna Winkel und Hanna Zumsande, dem Tenor Manuel König und sowie York Felix Speer, Bass."

G. Kretzschmar: Max und Moritz

Flensburger Tageblatt, 13.09.2011

"Kinder, Kinder, Kinder auf der Bühne und im Publikum - so sollte es sein bei einer Aufführung der 'Kinderkantate nach Wilhelm Busch'. ...
Von Flöte und Cello untermalt, besang die Kinderschar die Tränen der Witwe Bolte um ihre Hühner und das Bellen des unschuldigen kleinen Spitzes, Schneider Böcks Sturz in den Bach und den wilden Aufschrei von Onkel Fritz, dem einer der ins Bett praktizierten Maikäfer in die Nase kneift. Das gewaltige Schlagwerk gab sein Bestes, als Lehrer Hempels Meerschaumpfeife explodierte. Immer wieder las Matthias Janz, anscheinend ganz in seinem Element, Passagen aus dieser Wilhelm-Busch-Geschichte vor, genoss es sichtlich, dass immer mehr Kinder von ihren Stühlen rutschten und sich atemlos lauschend zu seinen Füßen versammelten.
Als endlich das bekannte schlimme Ende für die 'zwei Bösewichter' kam, der letzte Ton verklungen war, strahlten ringsumher nicht nur die Kinderaugen.
Um die musikalische Zukunft unserer Kinder braucht man sich wohl keine Sorgen zu machen. Viel verdienter Beifall für alle Mitwirkenden und diese wunderbare Idee und ihre Umsetzung."

G. F. Händel: Israel in Egypt

Flensburger Tageblatt, 28.06.2011

"Kirchenmusikdirektor Matthias Janz und ein prächtiges Großaufgebot seiner vokalen und instrumentalen Mitstreiter nahmen sich dieses in vielen Punkten ungewöhnlichen Werkes an, das in einer gewaltigen Steigerung die alttestamentarische Genesis des jüdischen Volkes von der Drangsal der ägyptischen Gefangenschaft über die illustrative Darstellung der berühmten Plagen bis zum finalen Dankesjubel nachzeichnet.
... dieser erste Teil (überraschte) durch seinen asketisch-herben, kontemplativen Trauer-Charakter, der ohne jede Bläser-Fulminanz auskommt. Das reine Bibelwort als Text – dazu der unerwartete Verzicht auf Dramatik: Für den opulent besetzten Bach-Chor eine famose Gelegenheit, mit feinen dynamischen Schattierungen, ausbalancierter Pianokultur, sauberer Diktion ein stimmungsprägendes Lamento zu imaginieren. Die Attacke kam im zweiten Teil aus dem Orchester: Das historisch orientierte 'Concerto Farinelli' entfachte bei der drastischen Schilderung der Heimsuchungen Ägyptens ein wahres Feuerwerk an virilem Ungestüm, alttestamentarischer Brutalität und instrumentaler Attacke: als 'coup de musique' das widerwärtig-präzise Gesurre der Stechmücken in den auf den Punkt präsenten Barockviolinen! Im Flensburger Bach-Chor ließ man sich da nicht lumpen, exerzierte das Fugatogewirr quer durch alle Fallstricke der verwirrenden Doppelchörigkeit und verlor selbst bei aberwitzig flotten Sequenzen und Laufgirlanden weder Übersicht noch Contenance. ...
Eine echte Bereicherung des Oratorien-Repertoires, jetzt auch für Flensburg!"

J. S. Bach: Johannespassion BWV 245

Flensburger Tageblatt, 23.04.2011

Eine mitreißende „Johannes-Passion“
"... die Zuhörer in der vollbesetzten St. Katharinenkirche zu Gelting zog am Abend dieses Gründonnerstags die Leidensgeschichte Christi einmal mehr in ihren Bann. Das von Bach auf einzigartige Weise vertonte Passionsgeschehen erfuhr unter der Lesart des erfahrenen und charismatischen Matthias Janz bei den idealen akustischen Bedingungen dieses klassizistisch-festlichen Sakralraumes eine ebenso berührende wie packende Wiedergabe. War das bestens eingestimmte Collegium Vocale des Flensburger Bach-Chores eben noch als Stimme der Gemeinde zu vernehmen, die das Geschehen eher meditativ kommentiert, mutierte es als Turba-Chor gleich darauf zur explosiv-geifernden Straßenmob, der beinahe hysterisch Jesu Kreuzigung verlangt. ... Immer wieder verblüffend Bachs geniale musiktheatralische Umsetzung, die auch diese Aufführung so mitreißend und faszinierend machte. Davon konnten sich auch gestern, am Karfreitag, die Zuhörer in der St. Marienkirche zu Flensburg überzeugen."

A. Dvorak: Stabat mater

Flensburger Tageblatt, 15.04.2011

"Beim Gemeinschaftskonzert des Flensburger Bach-Chors mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester unter der Leitung von Matthias Janz kann man sich in ... von der tröstenden Kraft in Dvoraks Musik berühren lassen – und ein Ensemble bewundern, dessen Präzision, Klangbalance und dynamische Kraft ihresgleichen suchen. Der stockende Beginn der Tenöre im Kopfsatz, die lang ausgelegten Crescendo-Passagen, die zarten Frauenstimmen in 'Virgo virginum praeclara' oder die monumentale Chorgewalt im Schlusssatz – stets nehmen die Singenden für sich ein. ... Langer, herzlicher Beifall im Deutschen Haus in Flensburg"

Jahresschlusskonzert 2010

Flensburger Tageblatt, 04.01.2011

Bach-Chor verabschiedet altes Jahr mit Konzert-Höhepunk
"Mit einem programmatisch vielschichtigen, schwungvoll-vergnüglichen Konzert verabschiedeten Matthias Janz und die Seinen das alte Jahr – für manchen Hörer sicher prägnanter Höhepunkt einer gedrängten Konzertfolge, den dieses wandlungsfähige Ensemble in den letzten Wochen ohne hörbare Ermüdungserscheinungen absolviert hat. Janz wählte für sein klein besetztes 'Collegium vocale' des Flensburger Bach-Chores mit dem „Concerto Farinelli“ einen idealen Orchesterpartner: Das glasklar zeichnende, historische Instrumentarium passte vorzüglich zu den blitzsauber und wendig agierenden Choristen ..."

Weihnachtskonzert 2010

Flensburger Tageblatt, 21.12.2010

"Wenn man 'alle Jahr wieder' die Leistungsfähigkeit des Flensburger Bach-Chores beim beliebten Weihnachtskonzert in St. Marien bestaunen darf, so wird dem Konzertbesucher dort in Praxis vor Augen geführt, was die 'Geheimnisse' dieses Könnens und der künstlerischen Erfolge sein könnten: unermüdliche Aufbau-Arbeit, breitgefächert-ernsthafte Probenkontinuität, allseitige Freude an den nicht unerheblichen Herausforderungen. ... Beispiel für die differenzierende Wandlungsfähigkeit des Bach-Chores: Jan Friedrich Rambs raffinierter vier-stimmiger Satz aus unseren Tagen zu 'Vom Himmel hoch o Englein kommt'. Vocale Süße bei allerlei harmonischen Reibungen und Querständen, zarteste Pianoabstufungen im Kontext eines dichten Stimmengeflechts impressionistisch anmutender Jenseitigkeit – ein Fest für alle Liebhaber exquisiten Chorgesanges!"

J. S. Bach: Magnificat BWV 243/Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 07.12.2010

"In der vollbesetzten St. Marienkirche zelebrierte Matthias Janz mit seinen Ensembles eine jubelnd-dahinstürmende Umsetzung von Weihnachtsmusiken Johann Sebastian Bachs, in deren Zentrum natürlich die traditionelle Aufführung des Weihnachtsoratoriums (BWV 248, 1-3) zu stehen hatte. ... Die zahlreichen Instrumentalsoli kamen entsprechend frisch und anmutig daher, der Bach-Chor schien sich in leichtfüßiger Grazie selbst zu befeuern, für fast zu dominante Glanzlichter sorgte das brillante Trompetenensemble André Schoch. ... Gotteslob und Weihnachtswunder in Bach’scher Manier, zupackend und ganz diesseitig musiziert als sinnstiftende Einstimmung auf das fröhlichste aller Feste."

R. Schumann: Requiem/J. Brahms: Ein deutsches Requiem

Flensburger Tageblatt, 22.11.2010

Brahms und Schumann: Bach-Chor mit satter Opulenz
"Janz hatte seinen deutlich verjüngten Bach-Chor auf balsamische Kompaktheit eingeschworen, mied mit diesem vorzüglichen Klangkörper vokale Schärfen und allzu eruptive Dynamikwechsel zugunsten allzeit satter Stimm-Opulenz und ergreifender Emotionalisierung. ... Insgesamt die konsequente Interpretation einer 'Seligpreisung der Leidtragenden', die an diesem Abend mehr dem Leid denn einem seligen Jubel zugewandt schien."

Jyllandsposten, 21.11.2010

"Koncerten begyndte med Schumanns indadvendte requiem, der kræver sans for detaljen og de små nuancer - ikke mindst i koret. Flensburger Bach-Chor løste opgaven godt. ... I værkets hovedsats 'Qui Mariam absolvisti' hørte vi en af musikhistoriens mest lyriske afslutninger i det langstrakte 'Amen' - perfekt og smukt."

F. Mendelssohn Bartholdy: Paulus

Flensburger Tageblatt, 07.05.2010

"... Janz befeuerte seine Choristen zu machtvollen Jubelchören, ließ die tatsächliche Klasse seines vokalen Riesenapparats vor allem in den zahlreichen sentimental-filigranen Pianissimo-Passagen aufleuchten. Und dann der rasende Tutti-Jubel im virtuosen Chorsatz 'Mache dich auf, werde Licht': suggestiver Orchesterfuror, vertrackte Fugati, eherne Finalakkorde im satten Dur-Fortissimo – Mendelssohn als versierter Bühnendramatiker des 19. Jahrhunderts. ... Uneingeschränkter Jubel für eine gelungene Reanimierung dieses Harmonie-gesättigten Meisterwerks"

Die Welt, 04.05.2010

"... Um zu verstehen, warum die Aufführung des Paulus-Oratoriums ... in der Laeiszhalle zum Ereignis wurde, muss man wissen: Sangesfreudige Liebhaber zu einem Chorinstrument zu schmieden, das weniger durch Masse als durch Klasse beeindruckt, bedarf es eines Leiters, dem es um einen schlanken Chorklang geht. ... Matthias Janz, Ziehvater des Flensburger Bach-Chores ... ist der rechte Mann an der richtigen Stelle. ...
Geradezu Himmel aufreißend der von einem mächtigen Orchester-Crescendo vorbereitete Chorsatz 'Mache dich auf! Werde Licht!'. Beängstigend das verschlungene ... Fugato der Finsternis, bevor die Herrlichkeit aufstrahlt und in den Choral 'Wachet auf, ruft uns die Stimme' einströmt. Unheil drohend das Geraune der wetterwendischen Glaubengenossen des Paulus, das paukendonnernde 'Weg mit ihm!' - bevor sich über gedämpften Orchesterstimmen der Choral 'O Jesu Christe, wahres Licht' erhebt. ..."

J. S. Bach: Matthäus-Passion BWV 244

Flensburger Tageblatt, 06.04.2010

Bachs Inferno: Suggestive Matthäus-Passion
"Die spekulative Frage, ob Thomaskantor Johann Sebastian Bach unter anderen Lebensumständen nicht auch ein grandioser Opernkomponist geworden wäre, drängt sich dem Hörer immer dann auf, wenn er spannungsvolle Aufführungen seiner Passionen erlebt, die bewusst das Dramatische des Golgatha-Geschehens in den Interpretations-Fokus stellen. So geschehen bei der jüngsten Wiedergabe der Matthäus-Passion durch Matthias Janz und sein Bach-Ensemble in der voll besetzten Marienkirche: geistliches Musiktheater pur weitab aller betulichen Larmoyanz! ... So viel künstlerische Potenz und Agilität wirkte naturgemäß stimulierend auf das bewährte Bach-Ensemble und die stimmgewaltigen Bach-Chöre: von Schwermut, Angst und Trauer bis zu schlichtem Gottvertrauen und Zuversicht war alles präsent – Furcht erregend das infernalische Gekeife des entfesselten Mobs in den apokalyptischen Turba-Chören: Dantes Inferno à la maniera J.S.Bach!"

Messiah

Flensburger Tageblatt, 02.01.2010

Packendes Musiktheater zum Jahresabschluss
"Verhalten, locker und geradezu entspannt der Einstieg, stählern-strahlend der Halleluja-Jubel zum paukenumtosten Schluss: eine schlüssige und effektvolle Sicht auf Händels 'Messiah-Halleluja', das Matthias Janz im Jahresabschlusskonzert im Deutschen Haus sogar als Dreingabe wiederholen musste. ... Dabei konnte die perfekt funktionierende Chorgemeinschaft ('Filharmonisk Kor Odense' und 'Flensburger Bach-Chor') durchaus mit fokussierter Stimmgewalt imponieren, überzeugte aber vor allem mit präzise-ziselierten Fugati und blitzsauberen Koloratur-Sequenzen quer durch alle Stimmgruppen – diese Chöre klangen ausgewogen, verfügten über sonore Tiefe, fein gestaffelte Mittelstimmen und einen intonationssicheren Sopran mit imponierenden Spitzentönen. ..."

Weihnachtskonzert 2009

Flensburger Tageblatt, 22.12.2009

"... Tradition wird bei Matthias Janz zur unverzichtbaren Basis gründlicher Chorarbeit, die in dem gleichmäßig hohen Niveau seiner renommierten Konzertchöre schönste Ergebnisse zeitigt. Keimzelle dieser schätzenswerten Entwicklung ist sorgfältigste Jugendarbeit, mit der Janz seinen musikalischen Nachwuchs auf anspruchsvolles Repertoire vorbereitet: die hörbaren Ergebnisse sind immer wieder erstaunlich.
So wurden den Hörern in der ausverkauften Marienkirche altvertrautes Liedgut zum weihnachtlichen Heilsgeschehen in immer neuen Varianten und Besetzungen geboten: Kinderchor und Jugendkantorei mit anrührend-schlichten Hirten- und Engelschören, Kanons im Dialog mit der Hörergemeinde und die sich sicher präsentierende Jugendkantorei mit einer fein musizierten 'Missa breve' von Charles Gounod. Federnd und gelöst der kurze Ausflug in internationales Liedgut, perfekt und ausgewogen der Eingangs- und Schlussblock mit anspruchsvollen Chorsätzen aus fünf Jahrhunderten, die der Bach-Chor mit einem zügig und dynamisch spannend musizierten 'Stille Nacht' ausklingen ließ.
Entgegen dem allgemeinen Trend braucht man sich um die Zukunft des Flensburger Bach-Chores also keine Sorgen zu machen ..."

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248

Flensburger Tageblatt, 08.12.2009

"Zu den musikalischen Festtagsritualen rund ums Christfest gehört zweifelsohne die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium ... Mit festtäglichem Schwung und dynamischem Elan stürzten sich Matthias Janz und seine bewährten Ensembles in diesen musikalischen Kosmos ... Bei aller Traditionspflege: Es gab in St. Marien eine hörenswerte Novität zu erleben, da der wie immer wohlklingende Bach-Chor in den Kantaten 4-6 durch das klein besetzte „Collegium vocale“ ersetzt wurde, was diesem Abschnitt einen schlankeren, aber dramatischeren Charakter verlieh. Janz gruppierte ein junges Solistenteam rund um den erfahrenen York Felix Speer und inspirierte Chor und Orchester zu differenzierter Agilität und dynamischer Feinabstimmung. ..."

Frieden: Purcell - Vaughan Williams - Haydn

Flensburger Tageblatt, 16.11.2009

"Ins Jenseitige zielende Hoffnung auf Frieden im Widerschein des erschütternden Grauens der Weltkriege: Ralph Vaughan Williams narrativ-emotionsgeladene Musiksprache seiner 1936 entstandenen Kantate „Dona nobis pacem“ war bei Matthias Janz und seinen klangintensiven Riesenensembles bestens aufgehoben. ... Vaughan Williams spätromantischer, komplexer Friedensappell in seiner variantenreichen Klangfülle voller dynamischer Abstufungen und instrumentaler Effekte hält die Balance zwischen dringlich-zagendem Hoffen (balsamisch zart Johanna Winkels irrisierender Sphären-Sopran), chorisch formulierter Angst und Zuversicht (satt, präzise und präsent das ausgewogene Chorplenum) und einem unerbittlich voranschreitenden Vernichtungsinferno (unter dem Diktat suggestiv-ätzender Militärrhythmik). Matthias Janz gelangen hier wundervolle Übergänge, delikat formulierte Chorpassagen und ein dosiert-martialisches Orchestertutti von beängstigender Eindringlichkeit. Diese durchdachte Interpretation atmete bis zum ätherisch ausgekosteten Pianissimo-Finale die Furcht kollektiven Ausgeliefertseins, tief empfundenes Grauen vor omnipräsenter Kriegs-Hybris und eine letztlich zeitlose Sehnsucht nach Frieden!"